Wer die lange Autofahrt (ca. 15h) plus Fähre von Calais nach Dover (1,5h) nicht scheut, für den ist Cornwall im Frühjahr und Herbst, wenn die Strände nicht mehr ganz so voll sind und die Windwahrscheinlichkeit höher ist, ein interessantes Reiseziel.
Die Nordküste Cornwalls ist der Haupttreffpunkt der englischen Waveszene, hier weht der vorherschenden Südwest Wind an viele Stränden side - oder sideoffshore von links und dementsprechend bekommt man mit ein bisschen Glück und ordentlichem Atlantikswell zum Teil absolute "Weltklasse " Bedingungen. Für die windlosen Tage empfiehlt es sich unbedingt ein Wellenreiter dabeizu haben, denn auch ohne Wind gibt es zahlreiche Beach- und Reefbreaks mit zum Teil traumhaften Bedingungen.
Wildcampen ist leider nicht so einfach in England, schon tagsüber muss man bei fehlendem Parkticket 80 Pfund inclusive "Wheelclamping" riskieren. Dafür sind die Campingplätze in der Nebensaison -gerade jetzt, bei gutem Wechselkurs- durchaus bezahlbar.
Die wichtigsten Spots in Cornwall , die meisten in und um Gwithian sind hier noch einmal aufgelistet.
Gwithian
Gwithian
Der perfekte Ort für die " Basis". Traumhafter, weitläufiger Sandstrand. Bei West Swell und Südwestwind der "Big Wave Spot" Großbritanniens mit sauberen sideoff-Bedingungen. Aber auch bei anderen Windrichtungen, z.B. Nordost gut surfbar. Gwithian ist außerdem auch ein angesagter Wellenreitspot. Hier kann es bei guten und weniger guten Wellen sehr voll werden. Bei netten Locals dennoch sehr entspannte Atmosphäre. Im kleinen "Surf Cafe" kann man sich zwischendurch stärken".
Nordost in Gwithian
Crowds in Gwithian
Der nördlichste Spot der St. Ives Bay, nördlich von Gwithian ist Godrevy oder auch Red River gennant. Hier kommt der meiste Swell an, funktioniert am besten bei Süd oder Südoswind. Auch hier gibt es einen kleinen Surfshop mit Verleih sowie ein kleines Restaurant.
Blick vom Bluff Inn
Südlich von Gwithian, an einer Flußmündung liegt "The Bluff", hier findet man bei westlichen Winden perfekte Sideoff-Bedingungen. Von der Kneipe " The Bluff Inn" hat man einen traumhaften Blick auf den Spot. Das Essen ist leider weniger toll.
Praa Sands
Praa Sands, etwa 20 Minuten von Gwithian entfernt liegt in der Bucht von Penzance. Beste Bedingungen sind Ost/ Südost sowie Südswell. Ordentlich Strömung. Auch hier soll es perfekte Bedingungen zum Wellenreiten geben.
Marazion
Marazion, der Spot direkt am Touri-Treffpunkt St. Michael's Mount funktioniert nahezu bei allen Windrichtungen, insgesamt eher wenig Welle, auch guter Anfänger-Spot.
Bigbury
Bigbury, ein Spot der etwas weiter östlich liegt, ca. 20 Minuten von Plymouth entfernt, muss noch erwähnt werden. Bei östlichen Winden und ordentlichem Südswell soll es hier fantastische Bedingungen mit endlos langen Wellen geben. Hier ist es allerdings nicht so einsam, wie es auf dem oberen Bild aussieht. Auch in der Nebensaison ein beliebter Urlaubsort der Engländer.
Fähre: Günstigste Variante www.seafrance.com, ca. 60 Euro pro Strecke für Wohnmobil inkl. Personen ( wenn mind. 7d vorher über das Internet gebucht).
Unterkunft: Guter und günstiger Campingplatz (11,50 Pfund/ Nacht),w-lan, direkt hinter den Dünen von Gwithian (schließt ab 30.09.) www.beachside.co.uk. Zahlreiche andere Campingplätze und kleine Holzhütten (Chalets).
Dining: Es gibt in der Gegend jede Menge kleiner netter Restaurants mit guter Qualität.
kleiner Tipp: Seafood Cafe in St. Ives in der Forestreet (2. Parallelstrasse zum Hafen, nicht zu übersehen)
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